Behandlungsschwerpunkte
Affektive Erkrankungen
Bei affektiven Erkrankungen ist die Stimmung stark verändert, was zu Veränderungen im Denken, Fühlen und Verhalten führt. Hierzu zählen Depressionen, Manien, Dysthymien, oder bipolare Störungen.
Angsterkrankungen
Übermäßige, anhaltende oder unbegründete Ängste und Sorgen sind Teil von Angsterkrankungen, wie Panikstörungen, Agoraphobien, sozialer Angst, spezifischen Ängsten, oder der generalisierten Angststörung.
Trauma
Ein psychisches Trauma entsteht nach einer extrem belastenden oder bedrohlichen Situation und kann zu anhaltenden Symptomen, wie Wiedererleben, starke innere Anspannung, Vermeidungsverhalten, oder emotionaler Taubheit führen. Diese Symptome können Teil einer Posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS), komplexen Traumafolgestörungen, oder dissoziativen Symptomen sein. Die Bearbeitung von Traumaerleben kann unabhängig davon Teil der Therapie sein.
Persönlichkeitsstörungen
Jeder Mensch hat bestimmte Persönlichkeitsmerkmale, die ihn einzigartig machen – das ist ganz normal und wichtig.
Manchmal können einzelne Eigenschaften jedoch so stark ausgeprägt sein, dass sie zu innerem Stress führen oder das Miteinander mit anderen Menschen deutlich erschweren. Wenn dieser Leidensdruck über längere Zeit anhält, spricht man von einer Persönlichkeitsstörung.
In der Therapie geht es darum, die eigenen Persönlichkeitsmuster besser zu verstehen, Zusammenhänge zu erkennen und neue Wege im Denken, Fühlen und Handeln zu entwickeln. Ziel ist es, so mit sich selbst und anderen umzugehen, dass das Leben wieder als stimmiger und weniger belastend erlebt wird.
Typische Ausprägungen, bei denen Unterstützung hilfreich sein kann, sind zum Beispiel:
- emotional-instabile (z. B. borderlinehafte) Persönlichkeit
- narzisstische Persönlichkeit
- zwanghafte Persönlichkeit
- paranoide Persönlichkeit
- histrionische Persönlichkeit
- ängstlich-vermeidende Persönlichkeit
- abhängige Persönlichkeit
Lebenskrisen
Fast jeder von uns erlebt kritische Lebensereignisse, in denen eine therapeutische Unterstützung hilfreich sein kann. Hierzu zählen unter anderem Krankheiten, Verlust von Nahestehenden, Trennung/Scheidung, sexuelle Schwierigkeiten, (Fehl-)Geburt, Verlust des Arbeitsplatzes.
ADHS
In der Psychotherapie bei Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung (ADHS) behandeln wir flankierend Kern- und Begleitsymptome, um den Leidensdruck zu vermindern. Hierzu zählen Alltagsstrukturierung, Impulsregulation, Selbstwertarbeit.
Essstörungen
Bei Essstörungen ist das Essverhalten stark verändert und häufig von einem belastenden Verhältnis zum eigenen Körper, Gewicht oder Aussehen begleitet und beeinträchtigen das körperliche und psychische Wohlbefinden oft erheblich. Beispiele für Essstörungen sind Bulimia nervosa, Anorexia nervosa, Binge-Eating-Störung, oder Adipositas.
Tinnitus
Tinnitus bezeichnet das Wahrnehmen von Geräuschen im Ohr oder Kopf, ohne dass eine äußere Schallquelle vorhanden ist. Die Geräusche können sich unterschiedlich anhören, z.B. Pfeifen, Rauschen, Summen oder Brummen, und ein- oder beidseitig auftreten. Tinnitus kann mit körperlichen und psychischen Begleitsymptomen einhergehen, wie Verspannungen, Stress, Schlafproblemen, Konzentrationsstörungen, und emotionalen Belastungen.
komplizierte Trauerreaktion
Trauer ist ein natürlicher und in Kulturen zum Teil sehr unterschiedlich gelebter Prozess. Bleibt die Trauer jedoch intensiv und belastend über eine längere Zeit von Monaten und Jahren, kann es sich um eine so genannte komplizierte Trauerreaktion handeln.
Suchterkrankungen
Bei Stoff- und nicht-Stoffgebundenen Suchterkrankungen können Menschen nicht mehr kontrollieren, wie viel oder wie häufig Sie bestimmte Dinge tun oder konsumieren, was wiederum zu Folgeproblemen führt. Beispiele sind Alkohol, Drogen, Spielen (Glücksspiel, „Gaming“), Internetkonsum.